Adams
Nabel
von Heiko Dietz
mit
Karl Oliver Mayer
Regie/Bühne:
Heiko Dietz
Assistenz/Dramaturgie: Carmen Panknin
Gregor war ein böser Junge, der nur versucht hatte,
seine Mutter glücklich zu machen.
Dies brachte ihn ins Normalitäts-Trainings-Zentrum.
13 Jahre, 2 Monate und 4 Tage später, von Prof.Dr.Dr. Lewandowski wieder
auf Vordermann gebracht, kommt er nach Hause zurück, um den Dank für
Mutters Befreiung entgegenzunehmen.
Nur dort ist niemand darauf vorbereitet.
Ein Spiel um die Berechtigung innerer Zustände beginnt.
Mit
"Adams Nabel" präsentiert Heiko Dietz nach "Schön
ist's auf Mallorca" sein zweites Stück.
In nicht Vielem seinem Vorgänger vergleichbar.
Die Begabung zum Stückeschreiben bestätigte ihm die Presse bereits
bei seinem Debüt.
Im Gegensatz zu "...Mallorca", dem lustig-bösen Stück
über eine liebe Familie, die sich im Zuge einer Erbangelegenheit bis
auf die Knochen zerlegt,
ist "Adams Nabel" gefährlich nah am Realen. Und dennoch nicht
alltäglich.
Dietz, bekannt für seinen eigenwilligen Humor, spart auch in dieser ernsten Geschichte nicht damit, seinen Protagonisten in den grenzwertigsten Situationen einen Drahtseilakt zwischen Betroffenheit auslösender Tragik und absurder Komik vollführen zu lassen.
Gespielt
wird "Adams Nabel" von Karl Oliver Mayer.
Als Schauspieler schon fast nicht mehr wegzudenken aus dem theater ... und
so fort.
Nach seinem Haus-Debüt als Oberpriester in "Aida - Der Stummfilm",
seinem grandiosen Auftritt als Johannes der Täufer in Terrence McNally's
Skandalstück "Corpus Christi", als Anwalt im Goetz-Abend "Goetzen-Bilder",
oder als von der SZ hochgelobter Briefträger Kurti in "Schön
ist's auf Mallorca", spielt er jetzt Gregor:
ein liebenswürdiges Monster. Gefangener seiner Umgebung. Mamas höllisches
Maskottchen...