
Pressestimmen:
"...18 Szenen, die ein schweres Thema umkreisen, mal heiter, mal melancholisch
(...), aber immer eine Theaterarbeit bleiben, die dem Zuschauer nie die naheliegendste
Lösung anbietet, sondern ihn konstant fordern."
Süddeutsche Zeitung
"Fleischgewordene
Gedanken"
"...
Ärzte (...) so grotesk, als wären sie im 'M.A.S.H'-Spital..."
Die Abendzeitung




When
shall we three meet again
Eine Theaterperformance von
Heiko Dietz
nach dem Buch "Schmetterling und Taucherglocke"
von Jean-Dominique Bauby
mit
Amanda Apetrea, Waltraud Lederer, Tanja Frehse,
Jan Lau, Johannes Haag
Regie/Konzept/Raum: Heiko Dietz
Licht: Igor Belaga
Choreographie: Amanda Apetrea, Jan Lau
Kostüme: Andreas Haun
Dramaturgie: Carmen Panknin
Der Mensch ist sich selbst das größte Rätsel im Universum.
Für Sophokles war es „das Gewaltigste auf Erden“.
Der philosophischen Tradition des Abendlandes zufolge wird der „Aufbau der Person“ (Philipp Lersch) in Leib, Seele und Geist unterteilt. Gliederungen dieser Art finden wir doch bereits bei Aristoteles oder Platon (Begierde, Wille, Verstand) oder in der modernen Tiefenpsychologie (Es, Ich, Über-Ich).
Was ist der Mensch,
wenn er auf eine der drei Säulen seines Seins verzichten muss?
Ist er dann überhaupt lebensfähig? Wann beginnt der Mensch? Wann
endet er?
Nach den ersten beiden Teilen seiner trashigen „Hohnebechel-Saga“ (Schön ist’s auf Mallorca, Die Trompeten von Jesolo), dem Monolog "Adams Nabel", seinem Antikriegsstück "wehr.krieg.macht…" und dem letztproduzierten "Marilyn & Ich", kommt diesmal was ganz anderes von Heiko Dietz…
„When
shall we three meet again?“
ist Theater, ist Musik, ist Tanz.
Nachdenklich, heiter, ernst und komisch.
„When shall we three meet again?“
ist ein Bilderbuch, ein Schallraum, ein Gedankenpanoptikum, welches Sie im
Anschluss getrost mit nach Hause nehmen dürfen…
Transportmittel des Projektes „When shall we three meet again“
ist das Buch „Schmetterling und Taucherglocke“ von Jean-Dominique
Bauby, der 43 Jahre lang das Leben eines „Erdenbürgers in perfektem
Marschzustand“ führte, bis das Schicksal seinen Körper „aus
dem Verkehr zog“.
Der 8. Dezember 1995 ist für den „Elle“-Chefredakteur Bauby
ein ganz normaler Freitag. Doch plötzlich ein schwarzes Loch –
ein Hirnschlag. Nach zwanzig Tagen Koma erwacht Bauby völlig gelähmt.
Er kann nicht mehr selbständig atmen, essen, sprechen, schlucken. Einzig
sein linkes Augenlid kann er noch bewegen.
Und denken, sich erinnern.
Eine vollkommen neue Art des Daseins. Sein linkes Auge wird die einzige Verbindung
zur Außenwelt. Sprachtherapeuten lehren ihn ein neues Alphabet, in dem
die am häufigsten vorkommenden Buchstaben am Anfang stehen. Seine Freunde
ermuntern den Mann, ein Buch zu schreiben. Sein Verleger schickt ihm die Redaktions-Assistentin
Claude Mendibil. Sie notiert geduldig einen ganzen Sommer, was Bauby ihr mit
seinem Augenzwinkern diktiert. Daraus entsteht „Schmetterling und Taucherglocke“,
ein Buch mit 28 Kapiteln. Es ist ironisch, sarkastisch, voller Humor, beobachtend,
würdig, aber niemals wehleidig. Bauby erzählt sein zweites Leben
im Krankenbett.
Die unmögliche Reportage eines unmöglichen Lebens.
Das Buch gilt als einzigartiges Dokument. Erstmals berichtet ein Opfer des
„Locked-In-Syndroms“, was in einem Menschen vorgeht, der äußerlich
zur Statue erstarrt, geistig jedoch quicklebendig geblieben ist.
„Gibt es in diesem Kosmos einen Schlüssel,
um meine Taucherglocke aufzuriegeln? Eine genügend starke Währung,
um meine Freiheit zurückzukaufen? Ich muss anderswo suchen. Ich mache
mich auf den Weg.“ (J.-D. Bauby)
Was ist
der Mensch?...
Preview: 04. Dezember 2006
Uraufführung: 08. Dezember 2006
weitere Vorstellungen:
09.- 11. / 15. - 18. / 21. - 22. Dezember 2006
05. - 08. / 11. / 15. / 18. - 20. Januar 2006
jeweils 20.30 Uhr
Eine Produktion
des theater ... und so fort
mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der LH
München und THETA e.V.