Foto: haikko d.
David Mamet, 1947 in Chicago geboren, ist nicht nur ein international erfolgreicher Dramatiker, sondern auch ein gefragter Drehbuchautor und Regisseur.
1976 machte der Autor mit dem Stück "American Buffalo" auf sich aufmerksam, das von New Yorker Theaterkritikern zum besten Theaterstück des Jahres gewählt wurde. In den darauffolgenden Jahren arbeitete Mamet als Drehbuchautor. Für Bob Rafaelsons "The Postman Always Rings Twice" (1979) schrieb er das Drehbuch. Weiterhin schrieb er u. a. die Drehbücher für "The Untouchables" (1988) mit Robert de Niro und für den Louis-Malle-Film "Wanja – 42. Straße" (1994).
1982 wurde er für Glengarry Glen Ross ("Hanglage Meerblick") mit dem Pulitzer Preis als Stück des Jahres ausgezeichnet. Das Stück wurde u.a. mit Jack Lemmon, Al Pacino und Kevin Spacey verfilmt.
Daneben entstanden eigene Filme: "House of Games" (1987), "Things Change" (1988), "Homicide" (1991), "Oleanna" (1994) und "The Spanish Prisoner" (1998). Das Time Magazine nannte Mamet einen amerikanischen Harold Pinter, nur »witziger, rasanter und mit einem feineren Gespür für die Eigentümlichkeiten von Ort und Zeit«, und der Filmkritiker Roger Ebert schrieb: »Gegenwärtig gibt es nur zwei Drehbuchautoren in Amerika, deren Stimme man erkennt, sowie man die ersten Worte vernimmt, und das sind David Mamet und Quentin Tarantino.«

Süddeutsche Zeitung, 22.07.2008

Foto: haikko d.
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Deutschsprachige Erstaufführung!!!
„A divine Comedy“ Time Out, „Quite clever“ London Times, “A witty, zany play” Financial Times

Bobby Gould in der Hölle
(Bobby Gould in Hell)

von David Mamet ("funny and pungent as ever" The New York Times)
Deutsch von Bernd Samland

mit Noelle Cartier van Dissel, Graciette Justo, Ben Lange,
Andreas Wunnenberg

Regie: Heiko Dietz

Assitenz: Katharina Friedl
Dramaturgie: Heinz Konrad
Aufführungsrechte: Jussenhoven & Fischer

Jemand muss Bobby Gould denunziert haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wird er eines Morgens zur Hölle geschickt. Da sitzt er nun.
Als plötzlich ein Mann in hohen Gummistiefeln und mit einer Anglerausrüstung erscheint ist schnell klar: The devil himself - dem die höllische Pflicht den Angelausflug verhagelt hat.
Er eröffnet das Verfahren gegen Bobby Gould, David Mamets amerikanischen Jedermann, den Durchschnitts-Macho.
War Bob ein „schlechter Mann“? Wollte er wirklich seiner Freundin Glenna „einen Toaster in den Arsch stecken“?
Bei allem Jux der Dialoge kreist Mamets Stück um die Fragen: kann man als Mensch leben, ohne schuldig an anderen Menschen, sprich Frauen, zu werden? Wie „gut“ kann man, wie „schlecht“ darf der Mensch sein? Wie „gut“ muss er sein, damit ihm seine „Schlechtigkeit“ vergeben werde?
Wird Bob vergeben werden? Darf er auf die Erde zurück?
Bevor es zu einer Entscheidung kommt schneit Glenna in die Unwelt und macht selbst dem Teufel nochmal so richtig die Hölle
heiss...
"Bobby Gould in der Hölle": komisch wie Kafka und so scharf wie Philip Roth.

Eine Produktion von TheaterRaum München.

Die letzten Termine:
22./23.+24. Januar 2009

jeweils 20.30 Uhr

Preise:
11,- EUR / 7,- EUR
(erm)