Pressestimmen:

"... Wer Heiko Dietz' Inszenierung des 'Macbeth' von Shakespeare ... sehen will, der betritt vermintes Gebiet.
Des gütigen König Duncan Reich ist eine Militärdiktatur. Fast könnte man froh sein, wenn endgültig Macbeth auf den Plan tritt, der den schottischen König des nächtens feig ermordert und den Thron besteigt. Wenn seine Herrschafft nicht in einem paranoiden Blutrausch enden würde. Doch auch sein Sturz, so die Aussage der Inszenierung, wird Besserung kaum bringen. Das neue Regime ist das alte ist das neue. Regisseur Dietz ... gibt eine düstere Bestandsaufnahme, den optimistischen Ton von Shakespeare / Schiller am Ende ihrer "Macbeths" straft er Lügen. Die Welt ist im Kriegszustand. Selbst die drei Hexen tragen bei ihm Tarnanzüge, wie der Rest des überwiegend jungen, spielfreudigen Ensembles. Konsequent, dass sie die Worte, die ihnen Schiller gleich zu Beginn ihres berühmten Auftritts untergeschoben hat, herunterleiern, als hielten sie Schillers Worte vom "edlen helden" Macbeth für eine Farce.
Schiller hat das Drama in ein klassizistisches Korsett gesteckt ... Sie hebt die Eigenverantwortung des Menschen hervor. Der Rest ist freier Fall. Macbeth, ein kollossaler Untergeher, in einer Inszenierung, die stetig an physischer Dichte gewinnt. Am Ende ist MG-Feuer. Ist Kampfhubschrauberlärm. Ist Rauch und diffuses Licht. Steht lebendiges Theater."

Florian Welle, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Münchens 'theater ... und so fort' bietet einen bemerkenswerten 'Macbeth'... Nicht nur am Volkstheater hat der schottische Feldherr kürzlich die Macht mit viel Blutvergießen an sich gerissen. Auch im 'theater ... und so fort' errichtet er nun sein Unrechtsregime. Beim vermutlich unbeabsichtigten Kräftemessen der beiden Bühnen kann das kleine, freie Theater von Regisseur Heiko Dietz mehr als mithalten... Dietz und sein 13-köpfiges Team stürmen die universelle Bühne mit ihrer Zugbrücke im Kampfanzug... Durch die Uniformen wird selbst in dieser hohen, edlen Sprache das rüde Soldatentum bloßgelegt. Schon die Militärkontrolle beim Einlass hatte die Zuschauer unangenehm berührt und in ein Bürgerkriegsland versetzt. Was vor allem für diese Inszenierung spricht: Man spürt, wie sich Macbeth nach der vorangegangenen Schmeichelei durch König Duncan und aufgrund der verführerischen Prophezeihungen zurüchgesetzt, beleidigt, gedemütogt fühlen muss, als Duncan nicht ihn zum Nachfolger bestimmt..."

Christine Diller, MÜNCHNER MERKUR

"'theater ... und so fort' ... Volkstheater ... Das Münchner Shakespeare-Doppel ... bietet Gelegenheit, zwei grundsätzlich unterschiedliche Regiekonzeptionen zum gleichen Material zu sehen.
Das kleine Privattheater holt sich dabei durch straffes Erzählen gegenüber der städtischen Bühne und ihrem ziellosen Herumstochern im Stoff entscheidende Punkte... Regisseur Heiko Dietz, der auch die Titelrolle spielt, verhandelt den Diskurs von Schuld und Macht in einer völlig isolierten Kaste von Soldaten - sogar die Hexen gehören zum Militär.
Das Töten ist hier Teil des Systems, und Dietz sowie Nina von Düsterlho als genießerisch kiffende Lady Macbeth spielen einfühlsam im Sinne von Christa Wolfs Satz ' Der Krieg formt seine Leute'..."

"..eine frische , sehr geradlinige Shakespeare-Interpretation..."
Mathias Hejny, ABENDZEITUNG

Macbeth
von William Shakespeare
In der Bearbeitung von Friedrich Schiller

Mit Nina von Düsterlho, Katharina Friedl, Graciette Justo, Stefanie Mendoni, Tatjana Scheel, Heiko Dietz, Felix von Frantzius, Johannes Haag, Roger Kaufmann, Florian Scheidl, Marcel Sturm, Florian Weber, Andreas Wunnenberg

Wie reagiert ein Mensch auf die Verheißung von Macht?
Wie weit reicht sein Gewissen, sobald ihn der Machtrausch erfasst?
Macbeth ist ein tapferer Feldherr des schottischen Königs Duncan, dem er seit Jahren in Treu’ und Ehre dient. Vom Schlachtfeld heimkehrend, begegnen ihm drei seltsame Gestalten, und ihre Prophezeiungen geben der Welt einen anderen Verlauf...
Geblendet von den Weissagungen, angespornt durch dunkle Wünsche nach Höherem und zudem angetrieben von seiner ehrgeizigen Frau wird Macbeth zum Königsmörder. Als blutiger Tyrann häuft er in wenigen Wochen fast zwanghaft Verbrechen auf Verbrechen, bis die dritte und düsterste Prophezeiung beginnt Gestalt anzunehmen.


Regie: Heiko Dietz
Dramaturgie: Carmen Panknin
Assistenz: Christine Ackermann
Bühne: Mandy Hanke

Premiere:
5. Dezember 2007 (ausverkauft!)
weitere Termine:
6./8./13./15.*/17./20. Dezember 07!
7./12.*/14./18.(ausverk.)/19. Januar 08!
Neue Termine!!!
26.*/29**. Januar, 08./09.* Februar 08
jeweils 20.30 Uhr*


** 9 Jahre "theater ... und so fort" - Einheitspreis 9,- € auf allen Plätzen!
am Mo, 28.01.2008

* Double-Feature - 2 sehen, 1 zahlen!
am 15.12.2007 (ausverkauft!)
am 12.01.2008 (ausverkauft)

weitere Double-Features
am 26.01.2008
am 09.02.2008
(beide Stücke heute zum letzten Mal!!!)

"Macbeth" um 18 Uhr
"Johanna, die Wahnsinnige" um 20.30 Uhr

 

Preise:
Kategorie A - 18,- EUR
Kategorie B - 16,- EUR
Kategorie C - 14,- EUR
Kategorie D - Schüler/Studenten, A - C jeweils abzügl. 4,- EUR