Akademie

Fou-Production

Ein Bericht für eine Akademie

von Franz Kafka

Es ist nur ein Vortrag. Einer von einem Affen, der sich angepasst hat. Um Freiheit zu erlangen, hat er sich zum Mensch gemacht. Glaubt er. Aber die Menschen glauben zu sein, aufgrund ihres Wissen. Und was weiß man schon?

Franz Kafka (* 3. Juli 1883 in Prag, † 3. Juni 1924 in Kierling) stammte aus einer bürgerlichen jüdischen Kaufmannsfamilie.

Sein Hauptwerk bilden neben drei Romanen bzw. Romanfragmenten – „Der Process“, „Das Schloss“ und „Der Verschollene“ – zahlreiche Erzählungen.

Kafkas Werke wurden zum größeren Teil erst nach seinem Tod und gegen seinen erklärten Willen von Max Brod, einem engen Freund und Schriftstellerkollegen, veröffentlicht. Seither zählen sie zum unbestrittenen Kanon der Weltliteratur mit vielfältigen, anhaltenden Wirkungen.

Pressestimmen:
Ein Theater, eine Bühne, ein Autor, ein Monolog, ein Affe auf der Suche nach dem Ausweg - ein Schauspieler, der all das verkörpert. Die gestrige Premiere im theater...und so fort bescherte einmal mehr einen Theaterabend voller Können und Leidenschaft.
"Ein Bericht für eine Akademie" ist ein Monolog aus der Sicht eines dressierten Affen, der nunmehr wie ein Mensch wirkt, lebt und spricht. Damit ist der Affe natürlich ein gefundenes Fressen für die Wissenschaft und so hält er eines Tages eine Einladung der Akademie in seinen Händen. Die Zuschauer sehen nun, wie er sich auf seinen Bericht für die Akademie vorbereitet und mit welchen Problemen man als Affe in der Menschenwelt zu kämpfen hat. Eine Stunde sitzt man im Zuschauerraum und lauscht gebannt dem Monolog von Florian Floo Weber. (...) Ohne große Maske und viele Schnörkel zeigt er uns eine geschundene Seele, die dennoch in großer Ruhe mit sich selbst lebt. Von Jägern in einem tierunwürdigen Käfig über das große Meer viele Wochen lang nach Hamburg unterwegs, sah der Affe nur einen Weg den Gitterstäben zu entkommen - er musste zum Menschen werden. Diesen Aspekt der Geschichte zeigt Florian Floo Weber mit derartiger Verletzlichkeit und dennoch animalischer Stärke, dass es einem richtig an die Nieren geht. Er findet aber immer wieder den Weg zurück in die ruhige Erzählweise eines großen Primaten, der durch naive Beobachtung seiner Mitmenschen immer wieder für Lacher sorgt.

Florian Floo Weber spielt den Affen mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Keine Sekunde, in der sein Spiel gezwungen erscheint. Er ist der Affe und bringt mit Leidenschaft fürs Spiel wie selbstverständlich Fragen auf die Bühne und in die Köpfe der Zuschauer, die noch lange nachhallen.
Sind wir nicht alle ein bisschen wie dieser Affe? Ist es überhaupt ein Affe? Suchen wir nicht alle nach dem Ausweg? Und ist der Ausweg immer Freiheit?
Bar der Künste, Fraziska Löffelbein

mit Florian Weber

'Tier'pflegerin:
Christiane Ohngemach
Licht:
Heiko Dietz
Veranstalter:
Fou-Production