AvS-Produktion
DER ZERBROCHNE KRUG
eine KI-Live-Performance / Heinrich von Kleist / Andreas von Studnitz
In diesem 70minütigen Ritt durch Heinrich von Kleists Gerichtsthriller DER ZERBROCHNE KRUG schlüpft der Schauspieler Andreas von Studnitz mittels künstlicher Intelligenz live für jede der neun Figuren in jeweils einen Avatar (künstliche Person oder grafischer Stellvertreter einer echten Person, Wikipedia) die auf einem Screen zu sehen sind und stürzt sich vor den Augen des Zuschauers in die Kleist'schen Dialoge.
Aus der Spannung zwischen analogem Original (dem Schauspieler) und der digitalen Illusion (dem Live-Film) bezieht der Abend seinen speziellen Reiz: ein 'Making of Zerbrochener Krug' - bei gleichzeitiger Erzählung der Geschichte und versinnbildlicht so - neu - den zentralen Gedanken in Kleist's Aufsatz ÜBER DAS MARIONETTENTHEATER:
'...die Grazie, die in demjenigen menschlichen Körperbau am reinsten erscheint, der entweder gar keins oder ein unendliches Bewußtsein hat, d. h. in dem Gliedermann (der Avatar) oder in dem Gott ( der Schauspieler ) ...'
Pressestimmen:
"Was für eine Konkurrenz! Ein lebendiger Schauspieler gegen sieben Avatare! Für Andreas von Studnitz eine echte Herausforderung, welcher er sich in der „KI-Live-Performance“ im 'theater … und so fort' stellt. (...) Das Ergebnis des interessanten Projekts von und mit ihm ist ein Zwitter zwischen Theater und Film, der sowohl die Defizite des neuen Mediums als auch seine überraschenden Vorteile aufzeigt. (...) Die KI-generierte Personnage ist faszinierend (...) Bei allen liegt der Fokus im Gesichtsausdruck, vor allem in den sprechenden Augen und einem Mund, der sich wie bei einer perfekten Synchronisation mit den Worten des Sprechers deckt. Ein tolles Erlebnis, bei dem sich einmal mehr die Frage nach der Wirkmacht digitaler Tools stellt."
Barbara Reitter-Welter, Donaukurier
