Glueck Foto: Lilly Wintersteller

'THEATER IM FRAUNHOFER'

GLÜCK - Le Bonheur

Komödie von Eric Assous


Louise:
"Der Weg zum Glück geht ausschließlich über das Bewusstsein, die Erfahrung und die Einmaligkeit."

Der Charme von zufälligen Begegnungen liegt darin, dass sich dabei meistens Menschen begegnen, die eigentlich absolut nicht zueinander passen.
Louise und Alexandre lernen sich eines Abends kennen, und finden Gefallen aneinander. Louise schlägt Alexandre das berühmte „Glas auf den Weg“ vor und Alexandre akzeptiert es. Sie verbringen die Nacht miteinander. Am Morgen danach die ernüchternde Realität: „Sehen wir uns wieder?“ fragt sie. „Ganz bald“ antwortet er vage. Louise versteckt den Schlüssel - Alexandre ist in ihrem Apartment gefangen.
Beide sind nicht mehr die Jüngsten, aber damit sind die Gemeinsamkeiten schon vorbei.
Sie ist Kinderbuchautorin, er besitzt ein Restaurant. Louise war sechs Jahre lang verheiratet, und hat genau so lange gebraucht zu begreifen, dass es ein Fehler war. Alexandre, Vater von drei Kindern, lässt sich gerade scheiden.
Warum also sich nochmal darauf einlassen?
Die Liebe und das Leben zu zweit: Eine Gleichung, die mit zunehmendem Alter immer seltener aufgeht, aber vielleicht dieses Mal doch.

Alexandre: "Louise, überleg doch mal. Heute, in unserem Alter, da... da fahren die Züge seltener." Louise: "Die Züge? Welche Züge?  Alexandre: "Die Züge.... Tagsüber, wenn man einen Zug verpasst hat, dann wartet man kurz und nimmt den Nächsten! Aber wenn eine gewisse Stunde überschritten ist... Das ist eine Metapher." Louise: "Hör auf mit deinen Metaphern! Du bist nicht gut in Metaphern. Sag einfach was du denkst." Alexandre: "Ich will sagen, dass... Wir haben mehr hinter als vor uns. Wir können es uns nicht mehr leisten, wählerisch zu sein." Louise: "Wählerisch! Du kannst für dich sprechen! Aber ich bin sehr wählerisch und ich möchte es auch noch fünfzig Jahre bleiben! Ich nehme den 'Zug', den ich will!" Alexandre: "Okay. Vergiss es."

Pressestimmen:
"Munteres Abschnurren des gut geölten Komödienmaschinchens ... Petra Wintersteller und Heiko Dietz ... coole Sprüche und überzeugend wuchtige Präsenz"
Mathias Hejny, Abendzeitung

Zuschauerstimmen
(Quelle: twotickets.de):
"Eine von Heiko Dietz und Petra Wintersteller super gespielte, französische Komödie, bei der man auch viel aus dem real life entdecken kann."
"Eine sehr schmissige, total lustige Komödie. Insbesondere die Schauspielerin fanden wir großartig, so voller Engerie."
"Sehr schönes und witziges Stück, wie im echten Leben. Mit Witz und Charm gespielt. Eine gut gespielte Herz- Schmerzkomödie, die anders ausgeht als man am Anfang denkt. Sehr gute Schauspieler (...)."
"Endlich, nach langer Zeit, ein so tolles, wunderbares Stück, das mich lange noch danach fasziniert hat. 2 super Darsteller, die diese Geschichte grandios rübergebracht haben."
"Glück.... eine klassische Herz-/Schmerzkomödie ! Deshalb: Hinsetzen - amüsieren und den Alltag vergessen. Dies schaffen Schauspieler und Regisseur sehr gut, dies ist .. Le Bonheur für den Zuschauer."
"... Alles ging schief, wie im richtigen Leben. Perfekt gespielt von den beiden auf der Bühne in Punkto Wort, Gestik und Mimik."


Eric Assous wurde 1956 in Tunis geboren. Nach einer sehr zähen Schulzeit zeigte er einen Hauch von Interesse für das Zeichnen und nahm das zum Vorwand, 1974 nach Frankreich zu ziehen, um sich offiziell an der Kunstakademie Paris einzuschreiben.
Zu den Vorlesungen tauchte er allerdings nicht allzu oft auf, er verbrachte die meiste Zeit im Kino und schrieb - wenn noch Zeit übrig war - Krimis, die aber nur in einem privaten Zirkel erschienen. Ab 1983 schrieb er Hörspiele für France Inter und wurde von der SACD ausgezeichnet mit dem Preis "größtes neues Radiotalent 1987".
Es frustrierte ihn, dass die Stimmen, die er zum Klingen brachte, keine Gesichter hatten, und er begann, für das Fernsehen zu arbeiten. Während der nächsten zehn Jahre schrieb er Sketche und Feuilletons, richtete Krimis wie Nestor Burma für das Fernsehen ein und schrieb Komödien.
1997 brachte der Produzent Philippe Harel Eric Assous mit zwei Filmen ins Kino: La femme défendue (Die Verbotene Frau) und Les randonneurs (Die Wanderer). Der erste lief beim Filmfestival in Cannes in der offiziellen Auswahl, der zweite war ein großer Publikumserfolg. Als Autor von über 15 Drehbüchern schrieb er unter anderem für Michel Serrault mit Christian Carion Une hirondelle a fait le printemps (Eine Schwalbe macht einen Sommer), mit Richard Berry Moi cesar, 10 1/2, 1m 39 sowie La boîte noire (Black Box) ebenfalls mit Richard Berry und José Garcia.
Bei zwei Filmen führte Eric Assous auch Regie: Les gens en maillot de bain ne sont pas (forcément) superficiels mit Gad El Maleh, Isabelle Gelinas und Agnès Soral sowie Sexes très opposés mit Patrick Chesnais, Charlotte de Turckheim und Véronique Boulanger.
Für das Theater entstanden bisher ungefähr zehn Stücke - Les acteurs sont fatigués (Die Schauspieler sind müde) wurde in der Comédie Caumartin ungefähr 500 mal gespielt, Les montagnes russes (Achterbahn) mit Alain Delon und Astrid Veillon lief mit großem Erfolg im Théâtre Marigny (2004-2005), Les belles-sœurs im Théâtre Saint Georges wurde bereits 250 mal gespielt und steht noch immer auf dem Spielplan und L'Illusion conjugale lief mit großem Erfolg vom 22. September 2009 bis zum 3 Januar 2010 am Pariser Théâtre de l'Oeuvre.

Petra Wintersteller und Heiko Dietz

Regie: Ulrike Dostal
Bühne/Licht: Heinz Konrad
Veranstalter: Lucky GbR
Übersetzung: Kim Langner
Aufführungsrechte: LITAG-Verlag, München

Eine Ko-Produktion von 'theater ... und so fort' und 'Reizwerk München'.
Mit freundlicher Unterstützung von THETA e.V..

LE BONHEUR hatte im Dezember 2012 am Théâtre Marigny in Paris Premiere – und war so erfolgreich, dass es im April 2013 eine Wiederaufnahme mit 30 Vorstellungen gab.