Indien

Gastspiel im Spiegelsaal Nickenich

INDIEN

Tragikomödie von Josef Hader & Alfred Dorfer

Achtung: Dies ist die Seite zu unserem Gastspiel in Nickenich.
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"Indien" ist ein Wunderwerk des komischen Schreckens.
DER SPIEGEL

Zwei Hotellerie-Tester durchqueren den Bayrischen Wald. Sie sollen drittklassige Gasthäuser im Auftrag des Fremdenverkehrsamt unter die Lupe nehmen. Der eine kommt aus dem Ruhrpott und inspiziert die Betten, der andere stammt aus dem Rheinland und überprüft die Qualität des Essens. Unter der Oberfläche der ungleichen Protagonisten, Heinz Bösel und Kurt Fellner, die im Wirtshaus über die letzten und die ersten Dinge, Schnitzel, Brandschutztüren, Frauen und ihre Ängste philosophieren, lauern lauter kleine Tragödien von einsamen Männern. Auf ihrer Dienstreise durch die Provinz verwandelt sich gegenseitige Abneigung in Freundschaft. Eine kammertheatralische Groteske von derb-menschlicher Art spielt sich vor den Augen des Betrachters ab. Erkenntlich wird eine subtile emotionale Entwicklung der Beziehung zweier Menschen zueinander, an deren Endpunkt die Zuschauer das Gefühl haben, an einem besseren Ort angekommen zu sein – unweit von „Indien“ eben.

Pressestimmen:
"Ein starker, anrührender Abend. Das Original vermisst man bei Dietz und Kosubek nicht."
Münchner Feuilleton, Anne Fritsch

"Leicht, schnörkellos und doch tief bewegend."
Abendzeitung, Mathias Hejny

"Die zwei Männer, vom Schicksal nicht gerade glimpflich behandelt, betrinken sich gemeinsam maßlos. Heiko Dietz und Uwe Kosubek spielen den Rausch so überzeugend, dass man sich fragt, ob der Schnaps auf dem Tisch nicht doch einen gewissen Alkoholgehalt hat. Wenn sie sich hysterischen Lachanfällen hingeben, lacht der Zuschauer mit. Treffen sie sich in der anschließenden Nacht auf der Toilette und unterhalten sich langatmig über ihre Verdauungs- und Ausscheidungsprobleme, hält die Tragik der ganzen Sache wieder Einzug. Als Fellner dann wegen starker Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wird, weiß Bösel nicht umzugehen mit seinen Emotionen. Freundschaftliche Gefühle, die kennt er sonst gar nicht. Trotz des tragischen Endes, fühlt sich der Zuschauer an einem besseren Ort angekommen - wie in Indien."
Süddeutsche Zeitung, Hanna Emunds

"Regisseurin Johanna Hasse ließ keine Szene weg und gab dem Stück doch ein eigenes Gepräge: Sie schickt die Gasthaustester nach Ostbayern und lässt Heiko Dietz und Uwe Kosubek ihre eigenen Dialekte: Kölsch und Ruhrplatt.
Das Preußeln passt zur übergenauen Art des „Kurt Fellner“. Kosubek gibt dem bekennenden Beamten einen Gefühlshaushalt mit gezogener Handbremse und einem Streben nach bescheidenem Glanz. (...) Heiko Dietz verkörpert eine Person, die sich in den Niederungen seines banalen Lebens nicht nur einrichtet, sondern sich wohlig darin suhlt. Die Aufzählung seiner Leibspeisen ist fürs Publikum genauso lustig-absurd wie auch anstrengend-monoton, ja fast ekelhaft.
Die oft bis zur Qual ausgereizte Nicht-mehr-Komik ist eine Leitlinie des Stücks. Stuhlgangsprobleme, Ehekrisen oder schlicht das gnadenlose Mobbing des Kollegen: Solche Szenen werden lang und brutal thematisiert. Aber den fantastischen Darstellern (...) gelingt oft unterschwellige Spannung. Allein Dietz’ ungeniertes Zungenbohren in den Zähnen zeigt wunderbar seine ungenierte Boss-Haltung, die fast gewalttätig wirkt.
Herrlich sind die Kipp-Punkte im Stück. Genüsslich-genau findet „Fellner“ – lediglich sprachlich – seine Rache. Überzeugend wächst der gallebittere Hass-Stau zwischen den Wirtshaustestern. Intensiv platzt später das Gegenteil, ein peinlich-besoffener Lachanfall, aus den Mimen. Diese natürlich wirkende Suff-Hysterie ist eine Bühnen-Höchstleistung.
Die Szenenwechsel sind versehen mit Geräuschen vorbeifahrender Autos: Bereits eine Vorausdeutung der ewigen Wiederholung, gar Wiedergeburt – daher der Titel „Indien“. Das Schlussthema des untrennbaren Gespanns geht passend um die letzten Dinge des Lebens. Und doch gelingt gerade Heiko Dietz wieder eine Überraschung: Wie seinem „Bösel“ langsam die schmierige Hülle wegblättert, das ist punktgenau gespielt bis hin zum veränderten Bewegungsmuster. Eine bravourös umgesetzte, auf 90 Minuten konzentrierte Tragi-Komödie."
Münchner Merkur, Andreas Breiting

"grandiose Leistung der beiden Protagonisten Heiko Dietz (Bösel) und Uwe Kosubek (Fellner)" (...) "Dialoge, die im chaotischen Wechsel zwischen oberflächlichen Banalitäten und tiefgründiger Absurdität brillieren." (...) "beklemmend rührend" (...) "mitreißende Aufführung"
Weilheimer Kreisbote, Maria Hofstetter

Heiko Dietz und Uwe Kosubek.

Regie: Johanna Hasse
Assistenz: Petra Wintersteller
Dramaturgie: Carmen Panknin
Raum/Licht: Heinz Konrad
Veranstalter: Schnitzel GbR
Aufführungsrechte: Bunte Bühne, Wien

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der LH München und THETA e.V.

Kartenvorverkauf für Nickenich:
Bitte reservieren Sie zunächst Ihre Karten, dann überweisen Sie bitte bis spätestens 27.06.22 die Gesamtsumme auf folgendes Konto:
-> Münchner Bank, THETA e.V.
DE54 7019 0000 0002 9230 50
Verwendungszwe
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02.07.2022 Sa 20:00 16 €
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