RetteMichWerKann

Schauspielverein

Rette mich wer kann

Deine philosophische Zusammenkunft

Gisu hat einen Moment erreicht, in dem er nicht mehr weiter will. Jeden Morgen geht er in die Arbeit, kann den Gesprächen und den negativen Schlagzeilen nicht entkommen, ist dem ewigen Pflichtbewusstsein nach eigener Pünktlichkeit und dem Druck nach persönlichem Erfolg ausgesetzt, ja, eben “all diesen Grundsätzen, die wir uns im Alltag haben aufdrängen lassen”.

Da trifft er zufällig auf Moro. Oder war das alles geplant?! Der Tee, der Kaffee, der Revolver ...

Mit diesem Stück beginnt Florian Floo Weber eine ganz besondere Art des Erzählens von Geschichten. Der Text ist wie auch die Inszenierung aus eigener Hand. Besetzt hat er zwei seiner Schützlinge des Schauspielvereins, die wir auch bei GEHHIRN bereits sehen dürfen: Angélique Levenski und Maximilian Schröter. Und all das zusammen genommen könnte der Beginn einer neuen Ära im Metier des Schauspiels sein.

Für Floo steht die Empfindsamkeit an oberer Stelle der menschlichen Möglichkeiten.

Wir müssen wieder lernen, dass wir auch spüren können, wie wir etwas sehen, hören, riechen oder schmecken. Denn wir reagieren am Ende auf ein Gefühl. Und unsere Reaktionen sind das, was wir in die Welt setzen.” So ist am Ende alles eine Frage der Reaktion. Seine Schülerinnen und Schüler lehrt er mit genau diesem Verständnis für Empathie und Psychologie. Daher ist für ihn klar, dass es mit Angélique und Maximilian nach einigen Unterrichtsstunden nun an der Zeit ist, ein derartiges Projekt auf die Bühne zu bringen:

philosophisch, wertvoll und einfühlsam.

Außergewöhnlich dürfte für den Zuschauer sein, dass es nach der Pause mit einem Austausch gemeinsam mit den beiden Darstellern, Floo und dem Publikum in den zweiten Teil des Abends geht.

mit Angélique Levenski, Maximilian Schröter

Text & Regie: Florian Floo Weber